Bei der Durchsicht einer Betriebskostenabrechnung ist es sinnvoll, die Höhe der einzelnen Positionen auf Plausibilität zu überprüfen. Zwar hat der Vermieter die freie Wahl des Anbieters, er muss dabei aber dem Gebot der Wirtschaftlichkeit folgen. Dafür ist es z. B. hilfreich, auf die Betriebskostenübersicht in der Anlage zum Berliner Mietspiegel (http://www.stadtentwicklung.berlin.de/wohnen/mietspiegel/) zurückzugreifen. Darin ist dargestellt, in welchen Spannen sich die einzelnen Betriebskostenarten im Jahr 2011 in Berlin bewegten. Weichen die Zahlen allzu heftig nach oben ab, sollte weiter nachgeforscht und Einsicht in die Rechnungen und Verträge genommen werden. Der Mieter darf sich jedoch nicht einfach auf einen Betriebskostenspiegel berufen und damit die Höhe der Abrechnung anzweifeln. Die konkreten Gegebenheiten des Hauses würden dabei nicht berücksichtigt. Unregelmäßigkeiten können für engagierte Mieter jedoch Anlass zur Suche nach Alternativen sein. So können etwa Angebote Dritter zur Reinigung des Hauses eingeholt werden. Vorstellbar ist auch, Gas- und Stromtarife anderer Anbieter im Abrechnungszeitraum zu ermitteln. Liegen deren Preise deutlich unter den abgerechneten Kosten, wird der Vermieter oder gar ein Gericht diese Tatsache kaum ignorieren können.

Hölz, Knarr & Solf

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