In der Rechtsprechung besteht mittlerweile weitgehende Einigkeit darüber, dass der Mieter ganzjährig in seinen Wohnräumen mindestens 20° Celsius und im Bad 22° Celsius erwarten darf. In den Nachtstunden müssen jedenfalls 18° Celsius erreicht werden können. Diese Werte gelten selbstverständlich unabhängig von den Außentemperaturen und der vereinbarten Heizungsart. Eine Ofenheizung muss also auch bei extremen Minusgraden geeignet sein, die Wohnung ordentlich zu erwärmen. Bei der korrekten Messung der aktuellen Temperatur ist jedoch zu beachten, dass die Luft in der Nähe des Bodens oder der Wände regelmäßig etwas kühler ist. Der beste Ort für das Thermometer ist daher die Raummitte in etwa einem Meter Höhe.

Werden die Mindestwerte nicht erreicht, darf nach Anzeige des Mangels die Miete grundsätzlich gemindert werden. Dies sollte aber mit Vorsicht passieren und wegen der Einzelheiten sollte man sich unbedingt beraten lassen.. Da sich durch die Minderung die Wohnung freilich nicht erwärmt, wird der betroffene Mieter bald über andere Wege nachdenken müssen. So kann er vor Gericht auf Beseitigung des mangelhaften Zustandes klagen, in extremen Fällen sogar eine einstweilige Verfügung beantragen. Gleichzeitig darf der Mieter nach Ablauf einer angemessenen Frist z.B. auf Kosten des Vermieters elektrische Heizgeräte installieren.

Hölz, Knarr & Solf

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