Das Gesetz verpflichtet den Vermieter, unter bestimmten Umständen der Bitte des Mieters auf Genehmigung der Aufnahme eines Untermieters zuzustimmen. Dazu muss dieser vor allem ein nachvollziehbares Interesse an der Untervermietung haben. Die möglichen Gründe dafür sind vielfältig: die Gründung einer Wohn- oder Lebensgemeinschaft, die Verschlechterung der finanziellen Situation des Mieters, der Auszug eines Mitmieters oder ein längerer Auslandsaufenthalt. Stimmt der Vermieter einer entsprechenden Bitte dennoch nicht zu, darf der Mieter den Untermieter trotzdem nicht einfach einziehen lassen. Denn wegen einer solchen „unerlaubten Gebrauchsüberlassung“ darf der Vermieter möglicherweise nach vorheriger Abmahnung fristlos kündigen. Dem Mieter bleibt daher zu seiner eigenen Sicherheit leider keine andere Möglichkeit, als die fehlende Genehmigung zur Untervermietung gerichtlich einzuklagen. Gleichzeitig kann er auch seinen Schaden geltend machen, den er durch die fehlende Erlaubnis erlitten hat. Dies wird regelmäßig die entgangene Untermiete sein.

Dringend abzuraten ist von dem Versuch, Untermieter als „Besuch“ zu deklarieren. Denn auch eine längere Aufnahme von Besuchern wäre ohne Bestätigung des Vermieters nicht zulässig.

Hölz, Knarr & Solf

Fachanwältin und Fachanwälte

Schönhauser Allee 48    |    10437 Berlin    |    Telefon: 030 / 442 93 86    |    Telefax: 030 / 442 93 87    |    E-Mail: mail@schoenhauser.berlin

Schönhauser Allee 48
10437 Berlin

Telefon: 030 / 442 93 86
Telefax: 030 / 442 93 87

E-Mail: mail@marienburger.net

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok